AI Act Leitfaden
Der EU AI Act in einfacher Sprache erklärt. Kein juristischer Fachjargon, sondern praktische Anleitung für Webshop-Betreiber und Website-Verantwortliche.
KI-Chatbots: Was müssen Sie offenlegen?
TransparenzWenn Sie einen KI-Chatbot auf Ihrer Website haben, müssen Besucher wissen, dass sie mit einem Computer sprechen. Das ist eine der häufigsten AI-Act-Pflichten für Online-Shops — und zum Glück eine der einfachsten umzusetzen.
KI-generierte Inhalte: Wann kennzeichnen?
TransparenzNutzen Sie KI für Produktbeschreibungen, Blogposts oder Bilder? Dann müssen Sie das offenlegen. Der AI Act verlangt sowohl sichtbare Labels als auch technische Metadaten.
Verbotene KI: Was ist absolut untersagt?
VerbotenDer AI Act verbietet bestimmte KI-Anwendungen vollständig: Social Scoring, unterschwellige Manipulation, Emotionserkennung am Arbeitsplatz und das Scrapen von Gesichtern für Datenbanken. Die Strafe: bis zu 7 % des Jahresumsatzes.
KI-Kompetenz: Schulen Sie Ihr Team
AllgemeinArtikel 4 verpflichtet Organisationen, Mitarbeitende, die mit KI arbeiten, ausreichend zu schulen. Diese Pflicht gilt seit Februar 2025 und ist die am meisten unterschätzte Anforderung des AI Act.
Empfehlungen und Personalisierung erklären
TransparenzZeigt Ihr Online-Shop 'empfohlene Produkte' oder 'andere kauften auch'? Der AI Act und der Digital Services Act verlangen, dass Sie erklären, wie diese Systeme funktionieren.
Hochrisiko-KI: Welche Pflichten gelten?
Hohes RisikoKI für Bonitätsprüfung, Versicherungen, HR-Entscheidungen oder Recruiting ist Hochrisiko. Die Pflichten sind streng: Konformitätsbewertung, Logging, menschliche Aufsicht und Folgenabschätzungen.
Dynamische KI-Preise: Wann sind sie verboten?
TransparenzKI-gestützte Preise sind nicht verboten — werden es aber, wenn sie schutzbedürftige Gruppen ausnutzen oder Menschen unbewusst manipulieren. Transparenz darüber, wie Preise zustande kommen, ist immer Pflicht.
KI-Tracking und Cookies: Was offenlegen?
TransparenzWenn Sie KI für Tracking, Personalisierung oder Suchergebnisse nutzen, müssen Sie das im Cookie-Banner und in der Datenschutzerklärung ausdrücklich angeben. 'Marketing-Cookies' allein reicht nicht.
Emotionserkennung: verboten oder erlaubt?
Hohes RisikoEmotionserkennung am Arbeitsplatz ist verboten. Bei Kunden ist sie Hochrisiko: nur erlaubt mit Transparenz und Opt-out. Der Unterschied liegt im Kontext.